Der besondere Job als Jockey
Der Jockey ist der kleine, schmale Mensch, der das wertvolle Rennpferd sicher – und möglichst als Sieger – über die Ziellinie reitet. Der Job ist anspruchsvoller, als man denken mag, und es eignet sich auch noch längst nicht jeder dafür, der gut reiten kann und auch mit den feurigen Temperamenten unter den Vierbeinern sehr gut klarkommt.
Anforderungen des Berufs
Jockeys müssen von Natur aus eher klein und schmächtig gebaut sein. Das Rennpferd darf nicht mit zu viel Gewicht belastet werden und es herrschen feste Regeln dafür, wie viel Gewicht das Tier während des Rennens tragen darf. Jockeys werden vor den Rennen zusammen mit dem Sattel und Zaumzeug gewogen, um sicherzustellen, dass alle Rennpferde die gleiche Last tragen und die Ergebnisse auch tatsächlich vergleichbar sind. Man darf also nicht essen, was man gerade gerne hätte, sondern muss auf die schmächtige Linie achten. Trotz allem sollte man sehr gut mit Pferden umgehen können. Mit der Pflege des Tieres wird man wenig zu tun haben, dafür gibt es andere Fachkräfte: Das Training und natürlich das Rennen sind jedoch der Fachbereich des Jockeys. Rennpferde haben die Eigenschaft, sehr feurig und nicht immer ganz einfach zu sein. Damit muss der professionelle Jockey umgehen können und sich trotzdem sicher auf dem Rücken des Tieres fühlen, andernfalls passieren schnell Unfälle.
Der Alltag eines Jockeys
Der Jockeyalltag hat wenig mit romantischen Vorstellungen von Zweisamkeit im Stall mit dem geliebten Pferd zu tun. Eine echte Bindung zu einem Pferd bauen Jockeys vermutlich nicht auf, denn sie arbeiten mit zu vielen Pferden und der Reiter kann spontan auch getauscht werden. Während der Trainingsphase wechseln die Jockeys meist vom Rücken eines Pferdes auf den nächsten Sattel, sie trainieren ein Rennpferd nach dem anderen – und erst dann, wenn alle Tiere ihr tägliches Training absolviert haben, ist ihr Arbeitstag beendet. Das Training macht natürlich Freude für alle, die gerne reiten und kein Problem damit haben, dass die gleiche Übungsstrecke mit der Zeit etwas monoton werden kann. Dabei sind sie mit dem Pferd zusammen und gehen auch auf seine individuellen Bedürfnisse ein, arbeiten mit dem Tier und erleben Erfolge. Jockeys müssen darüber hinaus immer auf ihre Ernährung achten und auch recht spontan ab- oder zunehmen können, wenn ein wichtiges Rennen das verlangt. Wenn sie das Wunschgewicht bis dahin nicht erreicht haben, werden sie schnell einmal durch einen Ersatzjockey ausgetauscht, der es hat – und dann entfällt natürlich auch die Prämie, die man für einen möglichen Sieg vom Pferdebesitzer bekommen könnte. Wer also belastungsfähig ist, den geeigneten Körperbau mitbringt und dazu bereit ist, körperlich auch einmal anstrengende Arbeit auf dem Pferderücken zu leisten, kann über den Werdegang eines Jockeys durchaus nachdenken und sich über die Ausbildungsmöglichkeiten informieren.
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